Netzersatzanlage geht in Betrieb

Erstellt: 28. Januar 2018 Zugriffe: 1061

 

Schon mehrfach haben wir über einzelne Schritte zur Beschaffung und Inbetriebnahme unserer Netzersatzanlage (NEA) berichtet, nun ist es endlich soweit – die Anlage ist fertig. Vor kurzem berichtete bereits der Ammersee Kurier und das Landsberger Tagblatt über die Inbetriebnahme. Nicht ohne Grund! Stellt doch die NEA einen wichtigen Baustein zur Erhaltung der Infrastruktur in extremen Lagen dar.

Mit einer Laufzeit von fast 4 Jahren sprengte dieses Projekt alle bis dahin gesetzten Marken, zum Vergleich: für die Beschaffung unseres HLF 20 oder des GW L2 benötigten wir jeweils 2,5 Jahre. Als im Jahr 2014 die Fachempfehlung des Landesfeuerwehrverbandes, Feuerwehrhäuser als Gebäude mit kritischer Infrastruktur zu sehen sind veröffentlicht wurde, gingen wir optimistisch an die Sache heran. Noch im gleichen Jahr bekamen wir ein entsprechendes Aggregat gespendet. Die Planungen begannen und zeigten erste Mängel an der Hausinstallation, dem Aggregat und verschiedene rechtliche Vorgaben auf. Letzten Endes kam alles anders als gedacht (zum Glück!) und wir können heute auf eine 100% Lösung mit einem neuen Aggregat bauen.

Tritt heute ein Stromausfall ein, startet das Aggregat voll automatisch nach einer Minute und versorgt das komplette Haus ohne jede Einschränkung mit Strom, kommt der Strom des regulären Netzes zurück schaltet das Aggregat nach kurzer Zeit wieder ab. Bei der Ausführung der Anlage haben wir besonders auf Immissionen geachtet, so ist das Aggregat voll Geräuschgedämmt und zweifach schwingend gelagert. Der Einsatzplan der Feuerwehr sieht vor, das Aggregat ohne Unterbrechung über mehrere Tage betreiben zu können.

In der Vergangenheit zeigten extreme Wetterlagen immer wieder wie hilflos der moderne Mensch aber auch die moderne Feuerwehr ohne Strom ist. So wird das Feuerwehrhaus künftig nicht nur die Heimat der Feuerwehr sein, sondern wird bei extremen Lagen auch ein warmer und beleuchteter Zufluchtsort für die Bewohner Uttings sein.

 

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                 Foto: Dagmar Kübler

Neben den beiden Kommandanten Andreas Streicher und Florian Hoffmann freuten sich auch unser erster Bürgermeister Josef Lutzenberger, Maximilian Wegele (Feuerwehrmann und Fachplaner des Planungsbüros Meuter) und Projektbetreuer Jürgen Kleinert über die Inbetriebnahme der Anlage.

 

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